Wie sieht mein Arbeitsalltag aus?
Sonja F.

Menschen, Recht, Organisation und digitale Tools: Als Notarfachangestellte oder Notarfachangestellter bist du mittendrin, wenn rechtliche Entscheidungen rechtssicher umgesetzt werden.
Sonja F. ist Auszubildende zur Notarfachangestellten im Westfälischen. Ihr Kontakt mit Menschen erfolgt am Telefon, per E-Mail oder persönlich. Sie nimmt Informationen auf, koordiniert Termine und ist häufig die erste Ansprechpartnerin in der Kanzlei.
Sonja macht es Spaß, zu organisieren: Welche Unterlagen fehlen nocht? Welche Frist läuft ab? Was muss als Nächstes passieren? Als Notarfachangestellte lernt sie, bei mehreren Vorgängen den Überblick zu behalten. Fristen, vertrauliche Daten und wichtige Dokumente verlangen Sorgfalt.
„Während meiner Ausbildung lerne ich Schritt für Schritt, Aufgaben selbstständig zu übernehmen“
Du arbeitest mit digitaler Notarsoftware und elektronischen Postfächern. Datenbanken und Register gehören zum Arbeitsalltag.
Ein Tag im Notariat: So könnte dein Arbeitstag aussehen
Natürlich ist nicht jeder Tag gleich. Aber einige typische Situationen zeigen ganz gut, was dich erwartet.
8:15 Uhr Erst einmal den Überblick verschaffen
Welche Termine stehen heute an? Sind neue Nachrichten eingegangen? Gibt es Fristen, die beachtet werden müssen?
Du lernst schon während deiner Ausbildung, deinen Arbeitstag zu strukturieren und Prioritäten zu setzen.
9:00 Uhr: Das Telefon klingelt
Ein Mandant hat eine Frage zu seinem Termin.
Du lernst, Telefonante professionell zu führen, die wichtigen Informationen aufzunehmen und zu erkennen, welche Fragen du selbst beantworten kannst und welche weitergegeben werden müssen.
10:30 Uhr: Ein Vorgang muss vorbereitet werden
Informationen werden geprüft. Daten erfasst, Unterlagen zusammengestellt.
Dabei arbeitest du mit spezieller Notarsoftware und lernst, wie Vorgänge und Beteiligte richtig erfasst werden.
12:00 Uhr: Was steht eigentlich im Grundbuch?
Während deiner Ausbildung beschäftigst du dich auch mit Grundbuch und Registern. Du lernst, welche Informationen dort zu finden sind und wie Auszüge und Eintragungen geprüft werden.
14:00 Uhr: Frist im Blick?
Im Notariat spielen Termine und Fristen eine wichtige Rolle. Deshalb lernst du nicht nur, Fristen zu berechnen, sondern auch, sie zu verlässig zu überwachen.
15:30 Uhr: Was steht morgen an?
Bevor der Arbeitstag endet, prüfst du deine Aufgaben und bereitest den nächsten Tag vor.
Organisation ist kein Nebenthema dieses Berufs, sondern ein wichtiger Teil davon.
„Man muss vor der Ausbildung kein Rechtsexperte sein. Wichtig ist, dass man Freude am Umgang mit Menschen hat.“
Sonja F.
Passt NoFa zu dir?
Mach den schnellen Check.
Du arbeitest gerne genau.
Ein Name, ein Datum oder eine Frist: Details können wichtig sein. Wenn du lieber einmal mehr hinschaust als einmal zu wenig, ist das eine gute Voraussetzung.
Du kannst organisieren.
Mehrere Aufgaben gleichzeitig bringen dich nicht aus dem Konzept. Du überlegst lieber: Was muss zuerst erledigt werden?
Du kannst gut mit Menschen umgehen.
Du hast keine Scheu davor, zu telefonieren, Fragen zu stellen oder Menschen freundlich und professionell weiterzuhelfen.
Du kannst vertraulich mit Informationen umgehen.
Was Menschen einem Notariat anvertrauen, gehört nicht in den nächsten Gruppenchat.
Diskretion gehört deshalb selbstverständlich zum Beruf.
Du möchtest verstehen, warum Dinge geregelt sind.
Du musst nicht mit einem Gesetzbuch unter dem Kopfkissen schlafen. Interesse daran, wie Verträge und rechtliche Vorschriften funktionieren, solltest du aber schon mitbringen.
Du möchtest selbstständiger werden.
Während deiner Ausbildung übernimmst du zunehmend eigene Aufgaben und lernst, deine Arbeit selbst zu organisieren.
Mehrmals gedacht „Das könnte zu mir passen“?
Dann lohnt sich ein genauerer Blick auf die Ausbildung. Weitere Infos findest du hier:
https://www.westfaelische-notarkammer.de/karriere/ausbildung-nofa
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